Maria Hivner lässt alle hinter sich


Start zum Thurathlon 2010

Start zum Thurathlon 2010, Dritte von links Maria Hivner, rechts daneben Alexander Hannweber

Ihre Klasse und Vielseitigkeit im Ausdauersport stellte Maria Hivner von der TG Viktoria Augsburg erneut eindrucksvoll unter Beweis. Beim erstmals ausgetragenen Thurathlon in der Schweiz, einem Wettbewerb mit – zumindest geplanten – fünf verschiedenen Disziplinen ließ sie nicht nur die Frauenkonkurrenz weit hinter sich. Auch das gesamte Feld der Männer hatte das Nachsehen. Dabei lief eigentlich wenig nach Plan.

Maria hatte sich für die Kurzdistanz entschieden, dort waren 500m Schwimmen, 14km Inlineskaten, 29km Rennrad, 20km Mountainbike und 6,5km Laufen zum Abschluss vorgesehen, also die gleiche Disziplinkombination wie beim Megathon am Bodensee, den die Staffel der Viktorianerinnen seit der Premiere 2006 jedes Mal gewonnen haben. Während Maria dort “nur” die Inliner unterschnallte, reizte die Multisportlerin nun der Einzelwettbewerb.

Doch statt der geplanten fünf Disziplinen wurden nur vier ausgetragen. Aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen wurden die 500m Schwimmen zu Beginn durch 2km Laufen ersetzt. Und nach eben diesen 2km lag Maria bereits deutlich vorn. Den Vorsprung verspielte sie in der Wechselzone. Dort steuerte sie gezielt das Paar Inliner an, das wie ihres aussah. Bis sie merkte, dass dies auch wirklich nur so aussah, nicht aber ihres war, gingen die ersten an ihr vorbei. Also, Schuhe aus, richtiges Paar an und ab zur Aufholjagd. Zum Glück ist das Inlineskaten Marias Paradedisziplin und so lag sie schnell wieder in Führung, am Ende hatte sie auch hier die schnellste Zeit aller Teilnehmer.

Weiter auf das Rennrad. Auf dem anspruchsvollen Kurs konnte auch nur ein Teilnehmer Maria das Wasser reichen, die Führung konnte ihr aber niemand streitig machen. So konnte sie beruhigt auf das ungeliebte Mountainbike steigen und die 20km wie im Vorfeld geplant ein wenig ruhiger angehen. Immer munter dem Führungsmotorrad hinterherfahren, da kann ja nichts schiefgehen – sollte man meinen. Dumm nur, wenn auch der Fahrer des Führungsmotorrades die Strecke nicht kennt und keine Streckenposten den Weg weisen. Tja und ein Handy hatte der Fahrer auch nicht dabei. Was folgte war eine kleine Irrfahrt, bis er Maria irgendwann endlich wieder auf den richtigen Weg gebracht hatte. Warum auch immer, andere hatten mehr Glück und waren die Strecke korrekt weiter gefahren und so sah Maria plötzlich tatsächlich mal wieder Konkurrenz vor sich. Der spätere Sieger der Männer wechselte kurz vor ihr als erster auf die Laufstrecke.

Den Abstand hatte Maria aber schnell wieder auf Null reduziert. Im Gefühl des sicheren Sieges lief sie dann mit ihrem männlichen Pendant gemeinsam einen erheblichen Teil der Strecke und erzielte so “nur” die zweitschnellste Laufzeit aller Teilnehmer, aber gewann das Rennen insgesamt sehr souverän.

Die schnellste Laufzeit hatte der spätere Zweite der Männerkonkurrenz, Alex Hannweber (Post-SV Weilheim). Er hatte seine Freundin Maria plötzlich wieder vor sich gesehen und setzte natürlich seinen ganzen Ehrgeiz daran, dort wieder hinzukommen. Alex, der mittlerweile auch Mitglied bei der TG Viktoria ist und das samstägliche Schwimmtraining dort genießt, bedauerte sicher am meisten, dass das Schwimmen am Anfang gestrichen wurde. Das ist nämlich seine Paradedisziplin. So galt im Hause Hivner/Hannweber eindeutig: Lady First.

  1. Bisher keine Kommentare.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Beitrag zu verfassen.